Münchener Schiene

Ästhetische Zahntechnik

Münchener Schiene – funktionelle Diagnostik und gezielte Entlastung des Kausystems

Die Münchener Schiene ist ein zentrales Instrument zur Analyse und Stabilisierung der Unterkieferposition. Sie ermöglicht eine reproduzierbare Bisslage, unterstützt die funktionelle Diagnostik und dient als Grundlage für prothetische oder restaurative Behandlungen. Durch die präzise Anpassung an die individuelle Gelenk- und Okklusionssituation bietet sie verlässliche Ergebnisse – besonders bei funktionellen Beschwerden oder komplexen Rekonstruktionsfällen.

Nahaufnahme eines lächelnden Mundes.

Technische Umsetzung nach funktionellen Kriterien

Die Münchener Schiene wird auf Basis digitaler oder analoger Registrierungen gefertigt und in den jeweiligen Artikulator übertragen. Dazu nutzen wir unter anderem Kieferrelationsdaten aus Gesichtsbögen (z. B. Artex, Protar, SAM) oder digitalen Systemen von Zebris und KaVo.

Die Gestaltung der Schiene erfolgt so, dass definierte Kontaktverhältnisse und eine eindeutige Unterkieferposition reproduzierbar geprüft werden können. Durch CAD/CAM-gefertigte Funktionsflächen entsteht eine stabile Führung, frei von Störkontakten und ideal für die klinische Funktionsanalyse.

Die Kombination aus digital gesteuerter Konstruktion und manueller Endkontrolle gewährleistet eine klare diagnostische Aussagekraft und hohen Tragekomfort für den Patienten.

Werkstoffe und Verfahren für ästhetische Ergebnisse

Für die Herstellung nutzen wir formstabile, biokompatible Kunststoffe, die eine exakte Reproduzierbarkeit der Kontaktpunkte ermöglichen. Die CAD/CAM-Fertigung schafft glatte, definierte Funktionsflächen, die eine zuverlässige Diagnostik und Langzeitstabilität unterstützen.

Minimalinvasive Maßnahmen wie schrittweise Adjustierungen oder ergänzende Führungsflächen können bei Bedarf integriert werden und erleichtern die therapeutische Bewertung der Bisslage.

Abstimmung zwischen Praxis und Labor

Um eine verlässliche Funktionsdiagnostik sicherzustellen, integrieren wir alle relevanten klinischen Daten in die Konstruktion der Schiene. Präzise Artikulation, definierte Kontaktpunkte und reproduzierbare Unterkieferpositionen erleichtern die Bewertung des therapeutischen Fortschritts und verbessern die prognostische Planbarkeit bei umfangreichen Restaurationen.

Die individuell gefertigte Münchener Schiene bietet Patientinnen und Patienten eine klare funktionelle Entlastung und vermittelt gleichzeitig wertvolle diagnostische Informationen für weitere Behandlungsschritte.

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Stefan Tröster
Zahntechnikermeister und Geschäftsführer